Am Wochenende habe ich relativ spontan entschlossen meinen Freunden Hédi und Merve einen Kurzbesuch in ihrem neuen Zuhause in Luxemburg abzustatten. Das Wetter war herrlich, wir entspannt und Luxemburg-Stadt hat mir gut gefallen. Mein persönliches Highlight: der kostenlose Nahverkehr! Einfach einsteigen und losfahren mit der Regionalbahn, der Straßenbahn, der Zahnradbahn.
Sonntag auf der Weinstraße
Bei Marx
Eine weitere Ausgangssperrenflucht habe ich vor ein paar Woche mit Murat gewagt. Welche Bundesländer in Deutschland kenne ich gar nicht? Das Saarland und Rheinland-Pfalz. Und die haben wir beide in einem Wochenende besucht: erst waren wir ein paar Stunden in Saarbrücken:
Und dann einen guten Tag in Trier:
Sonnenschein und Urlaubsgefühl!
Déconfinement à Grenoble
Nach so langer Zeit mit Ausgangssperre schmieden hier alle Wegfahrpläne. Und ich habe auch gemerkt, dass ich dringend mal raus muss. Also habe ich meine liebe Freundin und ehemalige Kletterpartnerin Josipa gefragt, ob ich sie und ihren Mann Benjamin in ihrem neuen Zuhause in Grenoble besuchen kann. Konnte ich. War das schön!
In Grenoble kann man mit dem Fahrrad zum Wandern in die Berge fahren! Das haben wir dann am Freitag auch gleich gemacht:
Am Samstag haben wir die Bastille erklommen und die Aussicht auf die Berge genossen.
Am späteren Nachmittag hat Josipa mir noch die Innenstadt gezeigt und wir haben den Tag bei einem Eistee bei einem ersten Cafébesuch seit Ausgangssperre ausklingen lassen.
Sonntag war das Wetter eher bescheiden: Zeit für’s Spiele spielen, Sushi essen Filme schauen. Die Zeit verging so schnell und nun bin ich längst wieder in Strasbourg.
Ein bisschen zurück zu normal
Nach einer relativ strengen Ausgangssperre, 2 Wochen Minilockerungen, kommen nun wirkliche Lockerungen. Meine Tour de France werde ich nicht so fortsetzen, wie es ursprünglich geplant war, so richtig normal ist alles eben doch noch nicht und meine Jobsituation ist gerade auch zu unklar um ein paar Wochen zu verschwinden. Aber raus will ich trotzdem und so habe ich das Pfingstwochenende mit einer kleinen Radtour rund um Strasbourg begonnen:
Und es wurde mit einer kleinen Wanderung in den Vogesen vervollständigt:
Nach 2 Monaten Stadtwohnung tun blauer Himmel und Grün so weit man gucken kann, richtig gut!
Tour de France – Bordeaux
Auf dem Weg von Carcassonne nach Bordeaux war schon klar, dass dies vermutlich ein kurzer und auch mein letzter Stop wird. Die eineinhalb Tage, die ich hatte, haben sich dann auch eher wie Abschied vom Urlaub angefühlt. Und wenn ich jetzt an Tag 4 der Ausgangssperre die Bilder vom Wochenende sehe, habe ich ein schlechtes Gewissen. Aber es hat wohl bis vor ein paar Tagen noch niemand so richtig ernstgenommen.
Bordeaux will ich mir dann nochmal mit mehr Ruhe anschauen, denn der erste Eindruck war gut. An meinem letzten kompletten Urlaubstag bin ich zu meinem 2. Reisehighlight gefahren, der Dune du Pilat. Ein Tag Atlantikluft schnuppern, in die Weite schauen und die Füße in Sand graben. Am frühen Nachmittag kam sogar die Sonne raus.
In diesem Sinne: Bleibt zu Hause und träumt beim offenen Fenster vom Strand. Je schneller wir dies tun, desto eher können wir den Traum in die Realität umsetzen. Bleibt gesund.
Tour de France – Carcassonne
Eines von zwei Must-see auf meiner Reiseliste: Carcassonne. Das Brettspiel hat mich durch meine Kindheit, Jugend und mein bisheriges Erwachsenendasein begleitet. In Erinnerung an wunderbare Spieleabende, Familienurlaube etc. wanderte Carcassonne auf die Reiseliste.
Ich kam im Dunkeln an und zog gleich los um Fotos zu machen.
In der Nebensaison und dank Corona waren kaum Touristen in Carcassonne. Die Jugendherberge lag mitten in der mittelalterlichen Altstadt und direkt neben dem Schloss. Den ersten Morgen war ich fast alleine im Schloss, genoss die Ruhe der alten Gemäuer, erklomm alte Wachtürme und bestaunte die Aussicht.
Jammern auf hohem Niveau…
…und dennoch. Ich war gerade angekommen in meinem Reisetrott, im unterwegs sein und nun breche ich die Reise ab. Mal abgesehen davon, dass die Maßnahmen wohl vernünftig sind und ich nicht zu einer Verbreitung des Virus beitragen will, macht das Reisen zu Hochzeiten von Corona keinen Spaß. Wenn Museen und Restaurants schließen, man sich nicht mehr fortbewegen soll und sich regelmäßig über den Stand der Dinge informieren muss, vergeht die Reiselaune schnell. Und so sitze ich im TGV nach Strasbourg und begebe mich damit quasi sofort in Quarantäne, da es Grippesymptome in der WG gibt. Immerhin sind wir zu fünft. Und ich habe dann viel Zeit meine Fotos zu sortieren und nachzureichen.Diese Reise wird aber irgendwann fortgesetzt, habe ich mir vorgenommen. Ich habe wunderschöne Ecken von Frankreich gesehen und bin sicher, dass es davon noch viel mehr gibt.Bleibt gesund.

Tour de France – Montpellier et autour
Nach 4 Tagen im aufregenden, trubeligen Marseille ging es nach Montpellier. Mein erstes Couchsurfen alleine, gute Erfahrung. Kaum angekommen, saß ich mit 4 Inder*innen, die im Global Headquarter eines Tierfutterherstellers arbeiten, in einem indischen Restaurant um zu kompensieren, dass sie zum Holi-Festival nicht in Indien sind. Kein schlechter Start.
Am nächsten Tag kam ich ins Vergnügen einer Teststadtführung in dieser wirklich schönen Stadt. Insgesamt war ich aber ganz schön schlapp und verbrachte viel Zeit in einem Café und einer Fotoausstellung.
Mittwoch ging es nach Nimes, eine alte römische Stadt, der man ihren Ursprung ansieht.
Tour de France – Marseille, Mistral, Mechti
Der Grund, warum ich fast immer mit Tuch und Jacke unterwegs bin, obwohl ich trotz täglicher Sonnencremebehandlung Sonnenbrand bekommen habe, heißt Mistral. Ein fieser starker Wind, der aus den Alpen kommt und Marseille ordentlich zusammenpustet. Das führte zu einer kleinen Dokumentation meines Ichs im Kampf mit dem Mistral.